Zuchtteich

[2007-06-08] Zuchtteich

Antonio Pate (33) sieht sich als Teil einer sozialen Skulptur mit ein Paar anderen Genies (frei nach Kant). Er hat das Studium an der HGKZ abgebrochen.
annabelle: Antonio Pate, was ist Kunst?
Antonio Pate (per SMS): Kunst ist, sich zu vergessen. Alles andere ist Gestaltung und Image.
   Und was ist Erfolg?
Erfolg muss jeder für sich selber definieren. Für mich ist es ein Leben voller Gefühle, Spannung, Abenteuer und vor allem Freundschaft.
    Wie finden Sie es , dass Christine Streuli an der Biennale ist?
Ich freue mich für Christine und die Schweiz, ein fleissiges Paar, das passt.
    Kann man Kunst lernen?
Man kann lernen, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden. Aber die Motivation, die es braucht, um überhaupt Kunst zu machen, muss jeder selbst entdecken.
   Was halten Sie von der HGKZ?
Sie ist eine Institiution, und ihr Fortbestand ist allem anderen übergeordnet. Für die Kunst ist das Gift, aber für den Markt ist es ideal, man hat einen Zuchtteich.
   Können Sie von der Kunst leben?
Von der Kunst zu leben oder die Kunst zu leben, die Frage ist überflüssig. Solange ihr das nicht begreift, seid ihr arme Spiesser. Aber seis drum, Wohlstandsidioten mit Kunstsammlung suchen das wahre Leben und werden es nie finden...
    Netzwerke, Mäzene, Ausstellungen: Was ist wichtig?
Mehr Mäzene, weniger Staatsstipendien, weniger Markt und mehr Aktion, das wäre gut.

annabelle 11/07, Die Kunstklasse (Text: Julia Hofer, Jonas Dreyfus, Mona Fahmy)

Stichworte: HGKZ, Zuchtteich, Spiesser, Wahres Leben, Antonio Pate, Kunstkomerz, Kulturindustrie